Klänge
In ihren Gedanken am Abend hört sie die Geräusche und sieht die Bilder vor sich. Da sind diese Worte, die so vielsagend und doch nichts sagend in der Luft hängen und sich trotzdem auf eine seltsame Weise wahr anfühlen.
Wie die Berührungen, die kaum da waren und ihr doch so nah gingen. Diese flüchtigen Momente, in denen sich ihre Blicke trafen und für einen Augenblick alles andere in den Hintergrund rückte. Und dann wieder diese kleine Distanz, dieses unausgesprochene Etwas, das zwischen ihnen schwebte und ihre Gedanken immer wieder zu ihm zurückführte.
Auch die Küsse sind noch da. So selbstverständlich und doch voller Bedeutung. Wie ein leiser Funke, der etwas in ihr entfacht hat, das sie nicht einfach beiseiteschieben kann. Mit jedem Kuss, mit jeder noch so beiläufigen Berührung schien die Wärme ein wenig stärker zu werden. Und gerade die Momente, in denen sie sich wieder voneinander entfernten, ließen sie spüren, wie sehr sie sich nach seiner Nähe sehnte.
Und dann ist da diese Stimme. Sie kann nicht genau sagen, was es ist, das sie daran so fasziniert. Vielleicht liegt es an der Art, wie sie klingt, oder an diesem leisen Unterton, der noch lange in ihr nachhallt. Manchmal glaubt sie, einzelne Worte wiederzuerkennen, obwohl längst Stille eingekehrt ist. Und manchmal reicht schon die Erinnerung an diesen Klang, um die Bilder in ihrem Kopf wieder lebendig werden zu lassen. Es ist, als würde etwas in ihr darauf warten, die Stimme erneut zu hören, ohne genau zu wissen, warum.
So lässt sie die Gedanken weiterziehen, ohne ihnen einen Namen geben zu müssen. Vielleicht ist es nur ein Traum, vielleicht auch ein kleines Stück Sehnsucht, das sich seinen Weg bahnt. Doch während sie sich zurücklehnt und lächelt, spürt sie, dass da etwas in ihr weiterglüht.
Ganz leise. Und doch deutlich genug, um noch eine Weile daran festzuhalten.









