Cunnilingus und Blowjob – die Traditionsvereine der Sex-Liga
Weder der sperrige lateinische Name noch die Bezeichnung „Job“ konnten ihren Siegeszug je verhindern: Cunnilingus und Blowjob spielen in den Sex-Rankings unanfechtbar in der oberen Beliebtheits-Liga. Bemerkenswert ist dabei die Beständigkeit, mit der die oralen Sex-Varianten ihre Top-Platzierungen verteidigen – in der Fußball-Bundesliga zöge das selbst den Bayern-Spielern vor Neid die Lederhosen aus.
Dabei hatten Cunnilingus und Blowjob nicht immer einen leichten Stand: Es gab Zeiten, da galt das Zusammenspiel von Scham- und Mundlippen bzw. von Zunge und Penis noch als „pervers“ oder gar „kriminell“. Eine Tatsache, die jedoch bereits damals wenige davon abhielt, hinter verschlossen Türen begeistert Mund und Zunge anzulegen.
Heute gibt es für Heimlichtuereien längst keinen Grund mehr – den ehemals anrüchigen Staub konnte das orale Sexvergnügen längst abklopfen. Spätestens seit in den 1990er Jahren die berühmte „Sex and the City“- Clique im TV über den perfekten Oralsex philosophierte, ist dieser salonfähig. Wie sich zeigte war es nur der Beginn eines öffentlichen Hypes: Kaum eine andere Sex-Spielart wird seitdem so heiß diskutiert wie Blowjob und Cunnilingus.
Wie man nicht nur mitreden, sondern vor allem auch mitgenießen kann – dazu im Folgenden mehr.
Cunnilingus: Was verbirgt sich hinter der Sex-Klausel?
Latein mag als tote Sprache gelten, doch zumindest beim Stichwort Cunnilingus dürfte allseits Leben aufkommen: „Cunnus“ ist das lateinische Wort für die weibliche Scham, „lingua“ bezeichnet die Zunge. Beim Cunnilingus geht es also um das orale Verwöhnen des weiblichen Lustzentrums rund um Schamlippen, Klitoris und Scheideneingang. Dabei darf Mann vollen Einsatz zeigen: Ob Liebkosungen mit den Lippen, Kitzeln mit der Zunge oder sanftes Beißen – erlaubt ist alles, was den Venushügel seiner Liebsten zum Beben bringt.
Rund um die Frage nach der idealen Technik ranken sich viele Mythen, doch letztlich muss sie wohl wie für alle andere Sex-Arten beantwortet werden: Entscheidend ist, was der persönliche Gusto der Frau verlangt. Und der ist nun einmal von Individuum zu Individuum unterschiedlich. Wer seiner Angebeteten die optimale Verwöhnkur bescheren möchte, sollte somit auf gute Kommunikation und Einfühlungsvermögen setzen. Doch ganz im Dunkeln muss man(n) beim Zungenspiel dann doch nicht tappen, denn einige Kniffe dürfen durchaus verraten werden:
Schiebt man der Frau zum Beispiel ein Kissen unter den Allerwertesten, finden Mund und Geschlechtsteile viel besser zusammen. Als Leck-Insider erweist sich zudem, wer dazu die Beine der Liebsten auf die Schultern legt und ihre Knöchel festhält.
Blowjob – Voraussetzungen einer ganz besonderen Stellenausschreibung
Zum Verständnis des Blowjob ist zumindest kein Latinum erforderlich: Blowjob ist schlicht und ergreifend der englische Ausdruck für das orale Verwöhnen des Penisses. Das englische „blow“ steht für „blasen“ - was auch hierzulande gern für die Lippenbekenntnisse der Frau am Mann benutzt wird. Wer auf die Idee kam, das Ganze als „Job“ zu deklamieren, kann wohl nicht restlos aufgeklärt werden. Dass der Begriff allerdings nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, dürfte hingegen allgemeinen Konsens finden: Schließlich muss sich Frau schon etwas Arbeit machen, um ihren Liebsten um den Verstand zu bringen.
Doch das lustvolle Saugen, Lutschen und orale Umspielen des Penisses wird spätestens dann reichlich entlohnt, wenn der Liebste vor Lust in den Laken zergeht oder mit seinem Stöhnen die Stille zerreißt. Um hierbei die Top-Dezibel zu erreichen, gibt es zwar den ein oder anderen Ratschlag – insgesamt gilt aber das bereits zum Cunnilingus Gesagte: (Lust-)Geschmäcker sind unterschiedlich. Frau sollte sich also am besten vom Partner signalisieren lassen, ob er es langsam oder schneller bevorzugt, ob mit gelegentlichen sanften Bissen, mit Handeinsatz oder dem Interagieren mit der Zunge.
Was macht Oralverkehr prickelnd – und was macht ihn noch prickelnder?
Oft werden Cunnilingus und Blowjob als vermeintlich „einseitige Sex-Varianten“ verkauft, die im krassen Gegensatz zu akrobatischen Stellungen wie Feuerrad stehen – zu Unrecht wie Erfahrungsberichte bestätigen. Sicherlich wird jeweils nur einer der Partner aktiv verwöhnt, doch auch der andere Part erfährt seine ganz eigene Befriedigung: das süße Gefühl der Macht über den Partner. Zu sehen und zu spüren, wie man den oder die Liebste um den Verstand bringt, indem man zwischen den Beinen abtaucht, hinterlässt bei vielen das Gefühl prickelnder Erregung. Ganz zu schweigen davon, dass der verwöhnte Part die Mühe sehr zu schätzen wissen wird: Bei Männern gilt der Blowjob meist als das unschlagbare Nonplusultra des Sex - wird hier doch ihr Ur-Instinkt, das Machthaben über die Frau, angesprochen. Frauen ihrerseits lieben den Cunnilingus, weil sie dabei oft besser stimuliert werden als beim Geschlechtsverkehr und leichter zum Orgasmus kommen.
Natürlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das orale Sex-Zusammentreffen noch aufregender zu gestalten. So kann sich die Frau beim Cunnilingus über das Gesicht des Mannes hocken und auf diese Weise Geschwindigkeit und Intensität des Zungenspiels mitbestimmen. Er wiederum wird den Blowjob noch intensiver genießen, wenn Sie dabei auch die Umgebung rund um den Penis ins Liebesspiel miteinbezieht. Für wortwörtlich noch prickelndere Abwechslung wird schließlich auch gesorgt, wenn der verwöhnende Partner kurz vor seiner Oral-Mission ein Minzbonbon lutscht.
