Die Löffelchenstellung – wenn das Bett zum sexy Besteckkasten wird
Den Partner mit Haut und Haaren spüren: Wem es beim Sex nicht nah und innig genug sein kann, dem sei die Löffelchenstellung ans Herz – oder vielmehr ins Bett gelegt. Gäbe es nämlich ein offizielles Lexikon lüsterner Freuden, dann hätte die Löffelchenstellung vor allem einen Eintrag verdient: Berührung pur!
„Innig“, „romantisch“, „für Genießer“ sind schließlich auch die Stichworte, die erwartungsgemäß fallen, wenn man sich unter Männern und Frauen in puncto Löffelchenstellung umhört. Warum nun ausgerechnet ein Küchenutensil sexuelle Lust versprechen soll und wieso Liebhaber von ungestümen Sex den Besteckkasten dann doch eher zulassen sollten – dazu hier mehr.
Wie setzt man die Löffelchenstellung in die Tat um?
Zwei Löffel, die im Besteckkasten hintereinanderliegen: Das ist in der Tat die naheliegendste Assoziation, wenn man sich dem Thema Löffelchenstellung nähert. Womit sich zugleich die Frage geklärt hätte, warum das Besteck als Namenspate dieser Stellung herhalten musste. In der menschlichen Löffelchen-Umsetzung bedeutet das, dass die beiden Partner in Seitenlage aneinander geschmiegt liegen – der Mann hinter der Frau. Die Beine sind leicht angezogen, die Körper wortwörtlich ineinander verschachtelt. Während sie somit ihren Liebsten eng an ihrem Rücken spürt, dringt er von hinten in sie ein.
Löffelchenstellung und Doggy Style: Wie groß ist die Stellungs-Verwandschaft?
Auch wenn die „a tergo“-, also „von hinten“-Verwandschaft unverkennbar ist: Mit Sex à la Doggy Style hat die Löffelchenstellung wenig zu tun. Während die Hündchenvariante oft und gerne auch etwas wilder ausgelebt wird, geht es bei der Löffelchenstellung schon aus rein praktischen Gründen etwas gemächlicher zu: Schließlich liegen die Partner aneinander geschmiegt – sehr schnelle oder dynamische Bewegungen sind so kaum möglich. Auch in puncto Körperkontakt spielen Doggy Style und Löffelchenstellung in ganz unterschiedlichen Ligen: Dass sich die beiden Partner (wie bei der Löffelchenstellung) von Kopf bis Fuß an beinahe jeder denkbaren Körperstelle berühren, ist beim Doggy Style quasi undenkbar.
Doch aller Unterschiede zum Trotz – eines vereint die beiden „Von Hinten“-Schwestern dann doch: Sowohl beim Doggy Style wie auch bei der Löffelchenstellung kann der Mann besonders tief in die Frau eindringen.
Lohnt sich der Griff in den Besteckkasten?
Tiefes Eindringen, intensiver Körperkontakt und der Atem des Mannes in ihrem Nacken: Die Löffelchenstellung gilt zu Recht als eine der intimsten Sex-Spielarten – und das trotz fehlenden Blickkontakts. Gerade für Romantiker und Frischverliebte dürfte es wohl nichts schöneres geben als sich eng verschlungen der Lust hinzugeben.
Dass die Löffelchenstellung auf weiblicher Seite einen Ruf als Lustgarant genießt, hat seine guten Gründe: So schwärmen Frauen vor allem von dem Gefühl der Geborgenheit, die sie bei der Löffelchenstellung empfinden – werden sich doch während des Liebesspiel von ihrem Partner ganz und gar umschlungen. Außerdem wird, ganz a-tergo-typisch, der G-Punkt der Frau besonders stark stimuliert und der Mann kann dank freier Hände zusätzlich wahlweise die Klitoris oder die Brüste verwöhnen. Kaum verwunderlich also, dass die Orgasmusrate bei den Frauen mehr als ansehnlich ausfällt. Für Männer bietet diese Sex-Variante damit automatisch die Möglichkeit, sich der Frau als besonders guter Liebhaber zu beweisen.
Dass das Tempo bei der Löffelchenstellung eher langsam ist und die Zärtlichkeit im Vordergrund steht, macht diese Stellungsvariante schließlich auch zum heißen Tipp für Sex-Neulinge. Nicht zuletzt Schwangere outen sich als Fans, da sie hierbei keinerlei Einschränkung durch ihren dicken Bauch fürchten müssen.
So groß die Fangemeinde der Löffelchenstellung auch sein mag – für jedermann eignet sie sich dann doch nicht: Wer beim Sex eine etwas wildere und dynamischere Gangart bevorzugt, wird beim Löffelchenspiel nicht auf seine Kosten kommen. Hier stehen Entspannung, Bequemlichkeit, Zärtlichkeit und Langsamkeit im Vordergrund. Wem diese Begriffe die Lust vergehen lässt, ist mit anderen Stellungen definitiv besser beraten.
Bietet die Löffelchenstellung genug Spielraum?
Auch wenn die Löffelchenstellung offiziell nicht gerade das Label unbändiger Aufgeregtheit trägt – Langeweile kommt hier dennoch nicht auf. Das ist zum einen dadurch garantiert, dass die Frau ihren Partner beim Sex nicht sieht und damit von seinen Aktionen immer wieder überrascht werden kann. Zum anderen gibt es auch bei dieser Sex-Stellung Varianten, die die Lust immer wieder neu befeuern können. Als besonders empfehlenswert beschreiben Löffelchen-Experten die Variante, bei der die Frau sich nicht vollständig auf die Seite, sondern mehr auf den Rücken legt. Wenn sie dann ihre Beine um die Hüften des hinter ihr liegenden Partners schlingt, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten in puncto Eindringungswinkel – und auch die Stöße werden als noch intensiver wahrgenommen. Wenn Sie mehr über Sexstellungen erfahren möchten, dann lesen Sie über die Flanquette
