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Die Reiterstellung: die sexy Variante weiblicher Macht

Männliche Dominanz ist hier in etwa so fehl am Platz wie ein Beautysalon im Fußballstadion: Wenn sich die Frau im Lust- und Stellungsspiel zur Reitqueen aufschwingt, ist klar, wer das Kommando übernimmt – nämlich sie. Keine Regung, die sie nicht steuert, kein Rhythmus, für den sie nicht den Takt vorgibt. Und die Männer? Sie dürfen sich zurücklehnen, sich überraschen lassen, sie dürfen lieben, sie dürfen vielleicht sogar leiden – und allem voran dürfen sie eines: es voll und ganz genießen.

Stellung

Genuss ist bei der Reiterstellung ohnehin das passende Stichwort: Rund 33 Prozent der Deutschen und 29 Prozent der Weltbevölkerung begeben sich laut aktuellen Studien regelmäßig und genussvoll auf den Lustritt. Damit schlägt die Reiterstellung in puncto Beliebtheit andere Sex-Stelldichein um Längen.

Wie sieht die Reiterstellung in der Praxis aus?

Wie bei der Missionarsstellung geht es auch bei der Reiterstellung grundsätzlich um ein „Oben und Unten“ – allerdings in umgekehrter Rollenverteilung. So ist es hier der Mann, der auf dem Rücken liegt, während die Frau die Oben-Position übernimmt. Dazu kniet oder hockt sie sich über ihren Partner und führt den erigierten Penis in ihre Vagina ein. Dass „Oben“ in der Welt der Sex-Gleichungen gleich „Oberhand“ ergibt, dürfte bereits von der Missionarsstellung bekannt sein. Während die Frau also auf dem Mann aufsitzt, liegt es allein an ihr, durch Auf- und Ab-Bewegungen Tempo und Rhythmus des Lustaktes zu bestimmen. Auch in Sachen Eindringtiefe des Penisses hat sie als Reiterin die absolute Kontrolle. Kein Wunder also, dass sich die Reiterstellung auf weiblicher Seite ungebrochener Beliebtheit erfreut: Macht macht schließlich erfahrungsgemäß Lust auf mehr. Dass die Reiterstellung aber noch auf ganz andere Weise die Lust befeuert, sei an dieser Stelle bereits vorweggenommen.

Was macht die Reiterstellung so unwiderstehlich?

Für Frauen ist es mit Sicherheit der Kitzel der Kontrolle und der Machtausübung, der die Reiterstellung auf die Top-Ränge der beliebtesten Sex-Praktiken katapultiert. Hier müssen sie nicht darauf warten, dass der Partner den richtigen Rhythmus findet – hier geben sie ihn selber vor.

Das Thema Eigenregie kommt dabei auch bei einer Spezialdisziplin der weiblichen Lust zum Tragen: der Stimulation des Kitzlers. Bei der Reiterstellung hat die Frau die Möglichkeit, ihren Kitzler selbst zu stimulieren – mit Hilfe ihrer eigenen Hand oder mittels kreisender Bewegungen des Beckens. Das sorgt für eine ansehnliche Orgasmus-Rate, von denen andere Sexstellungen nur träumen können.

Nicht zuletzt genießen viele Frauen das Gefühl, dass ihnen der Partner in seiner Lust ausgeliefert ist: Warum nicht inmitten der Hitze des Sexgefechts einen Moment innehalten, um den Partner vor dem erlösenden Höhepunkt noch ein bisschen zu „quälen“? Warum nicht die Arme des Mannes auf die Laken drücken, während man mit seiner Lust spielt? Es gibt viele Möglichkeiten, mit denen die Frau ihr Obenauf auskosten kann. Auf seine Kosten kommt bei der Reiterstellung auch der Mann. Hört man sich auf männlicher Seite um, fällt das Votum eindeutig aus: die weibliche Dominanz im Bett ist sexy – und die passivere Rolle eine willkommene Abwechslung. Dass der Mann in seiner Position auch den direkten Ausblick auf die wippenden Brüste der Frau genießen darf, sorgt dabei noch für weitere Verzückung. Doch wer glaubt, die relaxte Stellung sei die einzige Erklärung für die männliche Begeisterung, kratzt nur an der Oberfläche des Lustgeheimnisses: Was einen Mann bei der Reiterstellung so richtig auf Touren bringt, ist die Tatsache, dass er tiefer in die Frau eindringen kann als bei jeder anderen Stellung.

Ein für die Frau schmerzhaftes, zu tiefes Eindringen muss dabei dennoch nicht befürchtet werden: Schließlich kann sie allein die Eindringtiefe steuern und beherrschen – und frei entscheiden, bis zu welchem Grad das Eindringen noch angenehm ist. Aus diesem Grund hat sich die Reiterstellung längst als die ideale Lösung für Paare erwiesen, bei denen Penis und Vagina aufgrund ihrer Größen inkompatibel erscheinen.

Welche Spielarten gibt es bei der Reiterstellung?

Mag die Stellung auch noch so spannend sein – ihr natürlicher Feind heißt Routine. Deshalb gilt im Bett: Ein Stellungswechsel ist immer noch das beste Rezept gegen den Lustkill. Für wen jedoch die Reiterstellung bereits das Optimum an Spaß darstellt, muss für Abwechslung nicht zwangsläufig zu einer völlig anderen Stellung switchen. Tatsächlich bietet die Reiterstellung als solche auch die Variante der verkehrten Reiterstellung. Im Unterschied zur klassischen Variante setzt sich die Frau umgekehrt auf den Mann, so dass diesem ihr Rücken zugewendet ist. Erfahrungsberichte schwärmen von einem noch intensiveren Erlebnis und der Ausblick auf das Hinterteil der Frau dürfte nicht nur für die Po-Fetischisten unter den Männern als erregende Abwechslung vermerkt werden.

Wie kommt es zu der Bezeichnung Reiterstellung?

Wer einmal sieht oder erlebt, wie sich die Frau rittlings auf den Mann setzt und sich auf und ab bewegt, stellt nach der Herkunft der Bezeichnung „Reiterstellung“ keine Fragen mehr: Hier ist der Name schlicht und ergreifend Programm. Wenn Sie mehr über Sexstellungen erfahren möchten, dann lesen Sie über die Missionarstellung.