Das Feuerrad – bringt die Lust ins Rollen
Sollte der oder die Liebste eines Tages mit leuchtenden Augen das Stichwort „Feuerrad“ fallen lassen, heißt das nicht unbedingt, dass ein Trip in den Odenwald bevorsteht und der Partner sich plötzlich als Fan ´ urtümlicher Volksbräuche outet. Zwar handelt es sich beim Feuerrad tatsächlich um einen althergebrachten Brauch, der in vereinzelten Regionen wie besagtem Odenwald auch heute noch als Spektakel zelebriert wird – doch womöglich möchte das sexy Gegenüber zu einem Spektakel der ganz anderen Art entführen: einem, bei dem kein Holzrad, sondern die Schlafzimmerluft Feuer fängt.
Statt in den Geschichtsbüchern findet sich das Feuerrad nämlich auch im Kamasutra wieder: Hier hat es seinen festen Platz als Liebeslektion – ganz so, wie es auch in den Betten der Sexperten längst seinen Stammplatz beansprucht. Wie man letztlich mit der Feuerrad-Stellung die Lust so richtig ins Rollen bringt und ob dabei akute Verbrennungsgefahr droht, all das und noch viel mehr sei an dieser Stelle beantwortet.
Wie bringt man sich für das Feuerrad in Stellung?
Feuerzeuge und Streichhölzer haben auch beim Feuerrad im Bett nichts zu suchen – hier wird allein mit Leidenschaft und dem heißen Zusammenspiel zwischen Mann und Frau gezündelt. Das benötigte Brennmaterial: Zwei zu einem Rad verschlungene Körper.
Um sich für die kamasutrische Sex-Variante in Position zu bringen, nehmen Er und Sie seitlich auf dem Bett Platz und wenden sich einander zu. Zunächst ist der weibliche Einsatz gefragt, was in diesem Fall bedeutet, dass sich Frau nach hinten lehnt, sich mit den Armen abstützt und dabei den Oberkörper ihres Sexpartners mit den Beinen umschlingt. Er seinerseits nimmt mit seinen Beinen ihre Taille in die Mangel und findet in ihren Oberschenkeln den nötigen Halt. Indem Er sich nun vorsichtig schaukelnd auf und ab bewegt, kann das Feuerrad im besten Kamasutra-Sinne entfacht werden.
Das Feuerrad – zu heiß für Anfänger?
Auch wenn die Anleitung zunächst nach komplizierter Stellungs-Mathematik klingt: Erst einmal in die Praxis umgesetzt, erweist sich das Feuerrad als einfaches Lust-Einmaleins, das auch Sex-Beginners und weniger Erfahrene problemlos meistern können. Auch wer in aller Regel vor sportlichen Herausforderungen zurückschreckt, wird sich an dem Feuerrad nicht verbrennen – in puncto Gelenkigkeit und Ausdauer stellt diese Stellung keine allzu hohen Anforderungen. Dass ist auch und vor allem dem Umstand geschuldet, dass es sich beim Feuerrad um eine Stelldichein handelt, bei dem es gern ruhig, sanft und langsam zugehen darf. Für impulsives, ungezügeltes und wildes zwischenmenschliches Toben sind hingegen andere Sex-Spielwiesen weitaus besser geeignet.
Wo liegen Stärken und Macken des Feuerrads?
Ob Hormone und Lust bei dieser Sex-Variante vor Begeisterung Rad schlagen, hängt selbstverständlich vom individuellen Gusto ab. Sollten die Attribute „langsam“ und „sanft“ zu den persönlichen Unworten eines erfüllten Sexuallebens zählen, rollt das Feuerrad wohl eher nicht in die richtige Richtung. Wirklich heiß wird nur demjenigen, der beim Sex gern den einzelnen Moment auskostet und sich mit bewussten Aktionen zum Höhepunkt bewegt.
Und dennoch: Zumindest als Vorspiel oder als bewusste Verschnaufpause für zwischendurch kann das Feuerrad wirklich jedem seine guten Dienste erweisen.
Langeweile ist bei der feurigen Variante des Stellungs-Stelldichein ohnehin kaum zu befürchten: Geht man nach den Erfahrungsberichten Feuerrad-erprobter Sexperten, sorgt es für zusätzliches Heizmaterial, wenn man die Postion aus dem Bett heraus auf den Boden verlegt – wenngleich auf dem harten Untergrund allzu dynamische Bewegungen noch weniger angebracht sind.
Ob aber im Bett oder am Boden: Was das Feuerrad seinen Protagonisten in keinem Fall bieten kann, ist romantischer Augenkontakt oder ausgiebige Lippenbekenntnisse. Wer das jedoch zu verschmerzen weiß, wird dafür an wortwörtlich anderer Stelle entschädigt: So sind Ihre Hände in Reichweite Seiner Hoden und können dort für zusätzliche Verwöhneinheiten sorgen. Er seinerseits darf sich derweil mit einer ausführlichen Massage Ihrer Klitoris revanchieren.
Das feurige Fazit
Sex-Hunger wird in aller Regel nur durch rege Abwechslung gestillt: Hierfür bietet das Feuerrad in jedem Fall eine hervorragende Stellungs-Alternative. Aufgrund der eher gemächlichen Gangart wird die Feuerrad-Verkostung dem ein oder anderen als Hauptgang womöglich eher nicht schmecken. Als Vorgeschmack auf eine schnelle Nummer oder zwischen zwei wilden Sex-Gelagen dürfte das Feuerrad hingegen in puncto Geschmack durchaus Massentauglichkeit beweisen.
Dem entsprechend fällt schließlich auch das Fazit zum Thema Feuerrad aus: Ob als Aufwärmphase, als Hauptakt oder als Abkühlung zwischendurch – wer die Stellung erst einmal probiert hat, dürfte schnell Feuer und Flamme sein. Wenn Sie mehr über Sexstellungen erfahren möchten, dann lesen Sie über den betörenden Schmetterling.
