Der Vollmond: Star auf der Sex-Umlaufbahn
Etwa alle 29 Tage erhellt er in seiner kugelrunden Form die Nächte: der Vollmond. Diesen Zeitraum braucht es in aller Regel bis der Mond unsere Erdkugel einmal umrundet hat und von unserem Planeten in seiner vollen Pracht bewundert werden kann.
Doch in manch einem Schlafzimmer sorgt der Vollmond auch öfter für wahre Lichtblicke: immer dann nämlich, wenn er statt seinem Weg durch das Universum unsereiner Sexleben in die richtigen Bahnen lenkt. So sorgt der Vollmond als Namenspate einer Sex-Stellung regelmäßig für galaktische Momente im heimischen Bettuniversum.
Kein Wunder also, dass der ein oder andere Sexperte nach dem Motto verfährt: Mondzyklen und Umlaufbahnen hin oder her – wenn es um Sex geht, kann der Vollmond nicht oft genug scheinen... Zu der Frage, ob man selbst zum verklärten Vollmond-Anbeter taugt, soll das Folgende etwas Licht ins Dunkel bringen.
Wie schießt man sich in die Sex-Galaxie?
„Ein schöner Rücken kann auch entzücken“ - so lautet der Oldschool-Spruch, der der (Groß-)Elterngeneration gern mal über die Lippen kommt.
Wer als Mann darin noch nicht einmal ein klitzekleines Körnchen Wahrheit für sich entdecken kann, sollte beim Thema Vollmond-Stellung lieber eine Kehrtwende einlegen und zu den irdischen Sex-Varianten zurückkehren: Bei dem Sex-Vollmond spielen Rückansichten nämlich eine tragende Rolle. Die zweite Gruppe Männer, denen diese Position bloß schlaflose statt lustvolle Nächte bereiten wird, sind die, die beim Lustspiel den Ton angeben wollen – den Vollmond-Rhythmus gibt nämlich in erster Linie die Frau vor.
Übersetzt in die Praxis bedeutet das: Die Vollmond-Stellung ist eine Variante der Reiterstellung und damit eine Stellung, bei der der männliche Part eine defensive Rolle einnimmt. Auch hier sitzt die Liebste obenauf, bestimmt Rhythmus, Eindringtiefe und Geschwindigkeit. In der Vollmond-Stellung geht dieses Prinzip jedoch noch einmal Richtung extrem: Während bei der gängigen Reitposition die Frau ihren Partner im Blick hat und damit sich in aller Regel auch von dessen Ausdruck und Mimik leiten lässt, sind bei der Vollmond-Variante nur ihre eigenen Bedürfnisse in Sichtweite. Clou der Reitvariante ist nämlich, dass Sie sich in umgekehrter Richtung auf den Mann aufschwingt, ihr Rücken also zu seinem Gesicht zeigt. Augenkontakt ist hier somit Fehlanzeige. Auf diese Weise bleibt die Mondanbeterin völlig unbeeinflusst und kann sich ganz und gar ausleben. Unter anderem kann sie durch leichtes Vor- und Zurückbeugen den Eindringungswinkel jederzeit variieren.
Den totalen Kontrollverlust muss Mann dennoch nicht befürchten: Wem der vorgegebene Rhythmus seiner Süßen nicht passt, kann mit einem beherzten Griff an ihre Hüften korrigierend eingreifen.
Vollmond-Stellung: wahrer Lichtblick oder greller Blender?
Im intimsten aller Momente dem oder der Liebsten tief in die Augen zu schauen: Das gehört für viele unverzichtbar zum vollkommenen Sex-Glück. In dieser Hinsicht hat die Vollmond-Stellung wahrlich nicht viel zu bieten – schöpft aber andererseits genau aus diesem Fakt heraus eine unglaubliche Anziehungskraft. So setzen gerade auch Frauen mit Orgasmus-Schwierigkeiten gern zur Vollmond-Lobhudelei an: Schließlich können sie hierbei ganz und gar auf ihre Bedürfnisse eingehen, sind ungehemmter und konzentrierter bei sich selbst. Auch nicht zu verachten ist derweil die günstige Gelegenheit, dass die Hände frei sind, um sich selbst noch zusätzlich zu stimulieren. Der Weg zum Höhepunkt ist damit optimal geebnet.
Doch die Vollmond-Stellung ist weit mehr als ein weiblicher Ego-Trip: Den Jungs bietet sie einerseits den Kitzel, sich der Partnerin voll und ganz auszuliefern – und andererseits die Beruhigung, im Bett mal nicht den großen Actionhelden spielen zu müssen. Bei dieser Sex-Variante darf sich Mann vielmehr entspannt zurücklehnen und genießen, was die Vollmond-Stunde ihm geschlagen hat. Darüber hinaus ist Ihm ein Ausblick der besonderen Art gegönnt: Den Rücken und Allerwertesten des weiblichen Gegenparts kann Mann nur selten in so entspannter Position genießen. Als zusätzlicher Verwöhn-Bonus besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dass die Frau bei ihrem Ritt die Kronjuwelen ihres daniederliegenden Liebsten massiert.
Was hat das ganze eigentlich mit dem Vollmond zu tun?
„Galaktisch guter Sex“: Ein solches Fazit ist wohl nie wortwörtlicher gemeint als im Kontext der Vollmond-Stellung. Allerdings klärt es die Frage nicht, warum diese umgekehrte Reitstellung ausgerechnet nach dem erdnächsten Planeten und dessen spezieller Erscheinungsform benannt wurde. Sichere Antworten können selbst Sexperten darauf nicht liefern. Spekuliert wird, dass es der Blick des Mannes auf das runde, pralle Gesäß seiner Gespielin ist, der einst zur Namensgebung inspirierten.
Wer oder was den Mond letztlich als Namenspate ins Spiel brachte, kann aber getrost im Dunkeln bleiben – so lange seine Stellung den Protagonisten ein befriedigtes Strahlen entlockt. Wenn Sie mehr über Sexstellungen erfahren möchten, dann lesen Sie über die 69
