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Sex im Sitzen – die Sitzvariante mit Verschreibungspflicht

2011 legten Wissenschaftler der Sporthochschule Köln ein interessantes Studienergebnis vor: Etwa fünfeinhalb Stunden, so die Studie, verbringe ein durchschnittlicher Deutscher täglich im Sitzen. Andere Wissenschaftler halten die Zahl für noch zu gering, sprechen gar von mehr als elf Stunden. Fest steht: Ob am Essenstisch, im Bürostuhl, vor dem Fernseher oder im Auto – zuweilen scheint das Sitzen als der Deutschen liebstes Hobby.

Stellung

Grund genug, den hiesigen Medizinern die Sorgenfalten auf die Stirn zu treiben. So bequem die Sitzpositur auch sein mag – zu viel Unbeweglichkeit schade der Gesundheit.

Was die Götter in Weiß dabei jedoch übersehen, ist, dass die Deutschen im Sitzen gern auch einer Leidenschaft frönen, die den Körper selbst im vermeintlichen Ruhemodus auf Hochtouren bringt: Sie haben Sex im Sitzen.

Gestärkte Muskeln, ein angekurbelter Kreislauf und der Abbau von Stress – dass Sex eine Wunderwaffe in Sachen Gesundheit ist, gilt als wissenschaftlich belegt. Da heißt es dann auch (und nicht nur) auf ärztliches Rezept hin: Bitte setzen!

Wie hat man Sex im Sitzen?

Dynamische, ungestüme Bewegungen in bewegungsspielfreiem Raum – so kennt man Sex von gängigen Varianten wie Missionarsstellung, Doggy Style oder Reiterstellung. Wie sollte man diese Vorstellung zügellosen Lustspiels mit der bequemen Sitzhaltung in Verbindung bringen? Diese Frage wird oft von denjenigen gestellt, die ihren Sitzhorizont zum ersten Mal erweitern wollen.

Wer hingegen bereits in die Sex-im-Sitzen-Praxis eingetaucht ist, weiß, wie aufregend die Sitzpositur tatsächlich sein kann. Vorausgesetzt, man geht sie richtig an: Dazu setzt sich der männliche Partner aufrecht auf das Bett und spreizt seine Beine – während die Frau ihre Sitzposition auf seinem Schoß einnimmt. Dabei schlingt sie in aller Regel ihre Schenkel um sein Becken. Anschließend kann die Frau durch Auf- und Abbewegungen für die aufregendste Beschäftigung seit Erfindung der Sitzkultur sorgen.

Erfahrungsberichten ist zuweilen zu entnehmen, dass die Frau das stetige Auf und Ab als sehr anstrengend empfindet. Hier kann der Mann für Erleichterung sorgen, indem er sie mit seinen Händen an den Hüften packt und bei ihren Bewegungen unterstützt. Leichter wird es aber für die Frau auch, wenn sie sich nicht ganz auf den Partner setzt, sondern über diesem lediglich in die Hocke geht.

Was macht Sex im Sitzen so unwiderstehlich?

Dass Sex im Sitzen gesund ist, ist schön und gut. Doch was abseits des ärztlichen Segens viel entscheidender ist: Auch die Verfechter von Lust und Leidenschaft können Sex im Sitzen uneingeschränkt empfehlen. Warum und wieso? Wer einmal Sex im Sitzen probiert hat, stellt keine Fragen mehr – er genießt. Nicht umsonst wird diese Sex-Position in Umfragen regelmäßig zum Liebling erklärt.

Genossen wird beim Sex im Sitzen insbesondere der hohe Romantik-Faktor: Die Körper sind sich nahe und die einander zugewandten Gesichter laden zu intensivem Blickkontakt und ausgiebigen Knutschorgien ein. Zudem sind die Hände frei, um sich im Rücken des Partners festzukrallen oder ihn an allen denkbaren Stellen zusätzlich zu verwöhnen. Da die Frau das Eindringen des Mannes sehr gut steuern kann, ist zudem eventuellen Penetrations-Schmerzen ihrerseits von vornherein der Riegel vorgeschoben.

Sitzen für Fortgeschrittene – was tun gegen die Routine?

Schlägt beim Sex im Sitzen der Routine-Blues zu, ist Abhilfe nah. Denn neben aller Dröhnung an Innigkeit und Zärtlichkeit bietet Sex im Sitzen noch ein Plus, das andere Sex-Stelldichein daneben blass aussehen lässt: Stichwort Mobilität. Überall, worauf sich sitzen lässt, ist auch Sex im Sitzen möglich. Das Bett kann somit gerne mal links liegengelassen werden und eine aufregende Erkundungstour durch alle möglichen Sitzgelegenheiten gestartet werden.

Ist die sexy Erkundungstour durch das heimische Sitzmobiliar bereits abgeschlossen, bleibt für Abwechslung und Spannung immer noch genügend Raum. Denn auch in der Liga technischer Variationsmöglichkeiten spielt Sex im Sitzen in der Königsklasse mit. Ob von hinten, seitlich oder verschränkt – Fantasie und Lust sind keine Grenzen gesetzt.

Für die „Sitzlust von hinten“ setzt sich die Frau einfach mit dem Rücken zum Gesicht des Partners auf diesen. Schnell wird man merken, dass hierbei ein tieferes Eindringen möglich ist. Für ein neues, spannendes Zusammenspiel sorgt es auch, wenn sich die Frau seitlich auf den Mann setzt – auch wenn dies in sportlicher Hinsicht wohl die etwas größere Herausforderung darstellt. Nicht zuletzt ist Sex im Sitzen auch die ideale Ausgangslage, um in andere Stellungen zu wechseln. So reicht es, wenn einer der Partner sich zurücklehnt und auf den Rücken fallen lässt, um dem Lustspiel eine ganz neue Richtung zu geben.

Und die Mär von der Geschicht`?

Was man aus all dem lernen kann? Nie war Sitzen so gesund – und aufregend zugleich. Wenn Sie mehr über Sexstellungen erfahren möchten, dann lesen Sie über Sex im Stehen.